WOZU DIESE WEBSITE?

Die Ausführungen und Reportage richten sich im Allgemeinen
gegen die Instrumentalisierung der Worte "Ethik" und "Wirtschaftsethik" für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit.
Insoweit beschränkt sich das Anliegen des Betreibers (dessen Identität unter Impressum angegeben wird), nicht nur auf die öffentliche Bloßstellung eines bestimmten Vereins bzw. seiner führenden Akteure, sondern erstreckt sich ebenfalls auf den zunehmenden und gezielten Missbrauch eines Begriffs, der bisher zum Erbe der europäischen Zivilisation überhaupt gehörte.

Der beschuldete Verein heißt:
DNWE Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik – EBEN Deutschland e.V. (EBEN = European Business Ethics Network)

AUCH FÜR LESER, die sich für die unmittelbare Auseinandersetzung mit dnwe nicht interessieren, sollten die Ausführungen gewinnbringend sein, denn es wird sonst überall leichtfertig und chaotisch mit dem Begriff Ethik umgegangen. Wertende Begriffe werden regelmäßig von halbklugen Rhetorikern (Wortkünstlern) missbraucht, um Macht auszuüben und einzuschüchtern. Aufrichtige und kritische Menschen sollen mundtot gemacht werden.

Die Website enthält mehrere Passagen, die in einfacher Sprache und ohne überflüssige Referenzen dazu dienen, wesentliche Unterscheidungen zu treffen: Es wird differenziert vorgegangen und erforderliche Pauschalisierungen werden begründet. Die Gedankengänge sprechen für sich: Sie dürften für jeden nur halbwegs gebildeten oder nachdenklichen Menschen nachvollziehbar sein. Es soll auch nichts auf Gutglauben übernommen werden. So stehen in bestimmten Ecken der Website detaillierte Reportagen, um zu beweisen, dass die teilweise harte Urteile begründet sind.

Die weitläufige Website enthält aber auch Essays, die sich mit der Philosophie der Wirtschaftsethik beschäftigen, sowie Ausarbeitungen aus den Jahren vor 2012, wie das DNWE noch ehrenhaft zu retten gewesen wäre: Verlorene Liebesmühe, denn nicht nur die jüngsten Vorgänge bei dem dnwe stellen ein Paradebeispiel da, wie einige Mitglieder der Bildungselite ihre Intelligenz prostituieren und ihren professionellen Auftrag verraten. Somit handelt es sich auch um eine Fallstudie.

Wenn schon in einem Ethikverein ohne bisherigen Widerspruch dermaßen unsauber vorgegangen wird, und nicht nur in bestimmten Wirtschafts- und Rechtsbereichen, ist es höchstens an der Zeit, eine Mahnung auszusprechen. Zur Moral gehört nicht nur für das eigene Verhalten gerade stehen sondern auch andere Menschen zur Verantwortung ziehen. So der Auftrag dieser Website.

Der Betreiber der Website ist im übrigen wenig angetan, dass er sich mit dieser Geschichte erneut hat befassen müssen und dadurch Zeit für wichtiges erst später hat (die Sache ließ leider nicht auf sich warten). Aber als Gründungsmitglied (1993), als studierter Moralphilosoph und Beobachter – teilweise Betroffener – der Geschehnisse sah er es als seine Bürgerpflicht an, die Missstände aufzuzeigen und auch die Schuldigen zu benennen. Oberflächliche Mitspieler werden vermutlich ihm vorwerfen, fehlende Vereinstreue zu demonstrieren. Seine Ehre heißt aber nicht Treue.

Tatsächlich ist es überhaupt in der Welt wohl so, dass Treue an falscher Stelle – neben Moral an falscher Stelle – mehr Schäden anrichtet, als je die blanke Bosheit. Ohne fehlgesteuerte Treue bleibt das Böse meist ohne Kraft.

Ihr Cousin Cusanus, Berlin, im Juli 2012